zurichtungen
verhindern operation
Brasilianer
lernen von Norkus
Regionalliga-Spieler wieder fit: Neue Einlagen und Schuhe sollen
Fußschmerzen
beheben.
Wer den Fuß nicht ehrt, ist des Tores nicht wert. So oder so ähnlich
könnte eine Fußballer Weisheit lauten. Grundlage für
Deutschlands Volkssport Nr. I sind fitte Füße – genau hier
aber zwickte es bei Joshua Caleb Norkus, seines Zeichen US-Amerikaner
und Fußballer in Diensten des heimischen Regionalligisten Sportfreunde
Siegen.
Eigentlich sollte Norkus diese Woche im Fußball-Operations-Mekka
Hellersen unters Messer. Wie es der Zufall wollte, hat Norkus seit ein
paar Wochen einen Freund names Tilmann Waegner. Waegner? Richtig, jener
Waegner, der auch mal bei den Sportfreunden spielte und nach einem längeren
USA-Aufenthalt gerade ein Praktikum bei der Weidenauer Firma Comanns
(»Zentrum für den gesunden Fuß«) absolviert. Auf
Einladung seines Kumpels Waegner schaute Norkus letzte Woche in Weidenau
vorbei, bekam Einlagen verpasst und konnte zwei Tage später wieder
trainieren. »Ich bin fast schmerzfrei und kann
am Freitag spielen«,
gab der sympathische Norkus erleichtert zu Protokoll.
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Fußschmerzen ade: Orthopädie
Schuhmachermeister Matthias Comanns (links) nahm die »besten
Stücke« der
Brasilianer vom 1. KFC Diadema unter die Lupe. Praktikant Tilmann
Waegner (Vierter von links) und »Sportfreunde«-Fußballer
Jashua Caleb Norkus (links daneben) waren auch dabei. |
Von diesen positiven Erfahrungen möchten auch drei Brasilianer vom
1. KFC Diadema (die SZ berichtete ausführlich über das Projekt)
profitieren, die ebenfalls über starke Fußschmerzen klagen.
Bevor die Südamerikaner am Wochenende die Heimreise antreten, schauten
Cleber Concalves-Vittorio, Guilherme Lima und Stevan Bortolini bei den
Orthopädie-Schuhmachermeistern Carmen und Matthias Comanns sowie Praktikant
Tilmann Waegner vorbei. Fußabdruck machen (stehend und gehend), Füße
und Schuhe messen, computergestützte Druck-Analysen – die von
Karl Steiner betreuten Zuckerhut-Artisten zeigten sich beeindruckt.
Bevor die passenden Einlagen angefertigt werden können, müssen
aber noch Fußball- und Laufschuhe besorgt werden. Da die Brasilianer
aber keine finanzielle Möglichkeiten für einen Neukauf haben,
hoffen sie auf Unterstützung durch heimische Unternehmen. Wer den
Brasilianern helfen möchte, kann sich an Karl Steiner (Tel. 0171/4906212)
wenden. Schuhe und Einlagen könnten dann in 14 Tagen nach Südamerika
verschickt werden. Das Abenteuer Deutschland endet für die Kicker
vom 1. KFC Diadema am Wochenende – zumindest vorerst, die Verhandlungen
mit deutschen Clubs über Profi-Verträge laufen bereits.
(Siegener Zeitung, 16.8.2003) |